Seit einigen Wochen habe ich in der Lampe über dem Esstisch ein LED-Leuchtmittel installiert. Da mal wieder eine der Kompaktleuchtstofflampen kaputt gegangen war und die LED-Technik inzwischen erhebliche Fortschritte gemacht hat habe ich mich beim Ersatzkauf für die Philips LED-Birne in matt entschieden, die aus 4W 330 Lumen erzeugt. Diese soll die Modellnummer 19562700 haben und ist z.B. bei Amazon erhältlich. LEDs sollen weniger Strom verbrauchen (bei meinem Tausch: 4W statt 7W) und außerdem, nach aktuellem Kenntnisstand, keine gefährlichen Schadstoffe wie die Kompaktleuchtstofflampen enthalten. Allerdings ist die LED in der Anschaffung spürbar teurer: 15€ statt 2€ (bei Onlinekauf). Zum Ausgleich soll sie jedoch nicht nur 2.000 Stunden, wie die alte Kompaktleuchtstofflampe, sondern ganze 20.000 Stunden Lebensdauer haben (jeweils konkrete Herstellerangaben des alten und neuen Leuchtmittels). Sie ist außerdem unempfindlich gegen häufiges Ein- und Ausschalten, ganz anders als Kompaktleuchtstofflampen. Durch die um Faktor 10 höhere Lebensdauer relativiert sich der hohe Anschaffungspreis. Außerdem muss man auch die Stromersparnis berücksichtigen. Der Unterschied von 3W klingt zwar zunächst minimal, macht auf die Lebensdauer jedoch eine Ersparnis an Stromkosten aus, die höher als die 15€ Anschaffungspreis sind. Beim aktuellen Strompreis (bei mir ab 1.1.2013 ca. 0,255€/kWh) ist die Ersparnis an Stromkosten bereits leicht über dem Anschaffungspreis der Leuchte. Da in Zukunft die Strompreise für Privatkunden wohl weiter ansteigen werden, dürfte die Ersparnis an Stromkosten eher noch größer werden. Allerdings stellt sich diese Ersparnis erst über einen Längeren Zeitraum ein. Wenn man annimmt, dass die Lampe wie bei mir ca. 2 Stunden am Tag im Einsatz ist, ist die Lebenspanne rein rechnerisch länger als 25 Jahre, so dass sich auch erst in diesem Zeitraum die volle Ersparnis an Stromkosten realisieren lässt. Man sollte also nicht erwarten, dass die Stromrechnung sofort spürbar fällt. Bei diesem Einsatz ist die Stromersparnis pro Jahr gerade knapp über 2kWh was etwa 0,5€ entspricht. Wobei sich dies bei Lampen die häufiger eingeschaltet sind stärker und schneller bemerkbar macht.
Jährliche Ersparnis nach täglicher Leuchtdauer Wichtiger als die Kosten finde ich bei der Auswahl eines Leuchtmittels jedoch die Qualität des von diesem erzeugten Lichts. Und gerade in dieser Hinsicht bin ich von der Phillips-LED bisher begeistert. Da die Lampe in der ich die LED installiert habe vierflammig ist und drei Sockel noch mit alten Leuchtmitteln bestückt sind habe sind die Unterschiede zu diesen im direkten Vergleich sehr gut zu erkennen. Die LED ist sichtbar heller als die alten Kompaktleuchtstofflampen und benötigt im Gegensatz zu diesen keine Aufwärmzeit sondern leuchtet sofort mit voller Helligkeit. Die LED ist auch nach dem Aufwärmen der Kompaktleuchtstofflampen noch sichtbar heller als diese. Auch die Lichtfarbe der LED ist nach meinem empfinden sehr angenehm. Ein wirklich angenehmes Warm-Weiß. Auch hier empfinde ich die LED als leicht besser im Vergleich zu den alten Lampen, wobei auch die alte keine unangenehme Lichtfarbe hatte. Der Unterschied ist hier nicht so stark wie bei der Helligkeit. Ich finde jedenfalls das zumindest dieses LED-Leuchtmittel, trotz des hohen Preises, ein wirklich empfehlenswertes Produkt ist. Wobei man beim Kauf anderer LED-Leuchtmittel aufpassen muss, da es leider noch immer viele mit enttäuschender Lichtstärke oder unschöner Lichtfarbe gibt. Aber es gibt jetzt immerhin erste wirklich gute LEDs die ein ernsthafter Ersatz für herkömmliche Glühbirnen oder Kompaktleuchtstofflampen sind. Ich werde jedenfalls, wenn vorhandene Leuchtmittel kaputt gehen, mit und mit auf LED umrüsten.